Haferbratlinge mit Karotten und Tofu (Vegetarisch)

Haferbratling mit Kräuterquark

Manchmal findet man die besten Inspirationen für die Küche nicht im Netz oder in Kochbüchern, sondern in der Brotbox eines Kollegen. So geschehen heute in meiner Mittagspause. Als mein Kollege etwas auf seinen Teller packte, dass aussah wie ein Kartoffelpuffer, wurde ich neugierig. Er verriet mir schließlich, dass es sich um Haferbratlinge handelte und nannte mir alle Zutaten die er dafür verwendet hatte: Haferflocken, Milch, ein Ei, Zwiebeln, Käse und Gewürze.

Musste ich natürlich direkt nachmachen! Allerdings hab ich beschlossen sein Rezept etwas zu modifizieren. Das heißt im Klartext, den Käse gegen ein paar Zutaten austauschen, die ich ohnehin noch zu Hause hatte und die ich verwenden wollte, bevor sie in meinem Kühlschrank vergammeln. In diesem Fall waren das ein paar Karotten und Tofu, die, wie ich finde, hervorragend in so einen Haferbratling passen.
Das Rezept ergibt eine Menge die für 2-3 Personen reicht:

Haferbratling mit Kräuterquark

Haferbratling

Haferbratlinge aus Karotten und Tofu mit Kräuterquark

Zutaten:

Für die Haferbratlinge:

  • 150g zarte Haferflocken
  • 3EL Vollkornmehl
  • 250ml (Hafer)milch (Normale Milch geht auch)
  • 3 Karotten
  • 1 Ei (Alternative für Veganer: Speisestärke, 2-3EL Sojamehl + rohe geriebene Kartoffel)
  • 100g Tofu
  • 1 Zwiebel
  • 50-100ml Gemüsebrühe
  • Gewürze: Salz, Pfeffer, Chilli, Paprikapulver

Für den Kräuterquark:

  • 100g Magerquark
  • 2 Cornichons
  • Zitronensaft
  • Kräuter: Schnittlauch, Petersilie, etc. (Alternativ: Kräuterfertigmischung aus dem Glas)
  • Gewürze: Salz, Pfeffer, Paprikapulver

Nehmt eine Schüssel zur Hand und gebt die Haferflocken hinein. Gießt die (Hafer)milch hinzu und weicht das Ganze etwa 20 Minuten ein. Während der Einweichzeit die Karotten schälen, reiben und der Masse hinzufügen. Anschließend die Zwiebel klein hacken und zusammen mit dem Mehl und dem Ei ebenfalls zu der Masse geben. Jetzt braucht die Masse noch Gewürze, damit die Bratlinge später nicht wie eingeschlafene Füße schmecken. Also mit Salz, Pfeffer, Chilli, Paprikapulver und ggf. weiteren Gewürzen eurer Wahl kräftig würzen. Dann macht ihr eine Gemüsebrühe (darf ruhig Instant sein) von der ihr etwa 100ml braucht. Die Brühe sollte sehr stark sein, da diese dem Teig die entscheidende Würze verleihen soll. Achtet aber unbedingt darauf, dass eurer Teig nicht zu flüssig wird und gebt gegebenenfalls etwas weniger Brühe als die von mir angegebenen 100ml hinzu.
Stellt den Herd auf eine höhere Stufe und macht etwas Rapskernöl in eine Pfanne, in die ihr dann etwa zwei Esslöffel von dem Teig gebt und runde Bratlinge aus der Masse formt. Von jeder Seite etwa ein bis zwei Minuten anbraten, bis die Haferbratlinge eine goldbraune Kruste bekommen.
Der Kräuterquark ist simpel uns sehr schnell gemacht. Dafür gebt ihr einfach den Magerquark in eine Schüssel und fügt einen ordentlichen Schuss Zitronensaft dazu, sowie zwei kleingeschnittene Cornichons, Gewürze und Kräuter nach Belieben. Ich habe außerdem noch zwei Teelöffel von dem Gurken- bzw. Cornichonswasser hinzu gegeben. Alle Zutaten miteinander verrühren und dabei immer wieder mal probieren und gegebenenfalls nachwürzen.
Wenn die Haferbratlinge etwas abgekühlt sind, serviert ihr sie zusammen mit dem Kräuterquark. Veganer lassen den Kräuterquark natürlich weg. Die Bratlinge schmecken auch ohne den Quark sehr lecker. Alternativ passen auch ein Karottensalat oder ein grüner Salat als Beilage zu den Bratlingen. Das Ei in den Haferbratlingen (wird als Bindemittel benötigt) kann mit einer Mischung aus Speisestärke, Sojamehl (2-3EL) und einer rohen geriebenen Kartoffel ersetzt werden.
Der Variationen sind bei diesem Rezept natürlich keine Grenzen gesetzt. Wenn ihr anstelle der Karotten oder des Tofus andere Zutaten findet, die in den Haferbratlingen schmecken, freue ich mich, wenn ihr eure Variationsvorschläge in einem Kommentar hinterlasst. Lasst es euch schmecken.

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