Buchtipp: vegane Ernährung und Rohkost

Drei Bücher und eine Packung Chia Samen

Da Ernährung und Gesundheit seit einiger Zeit zu einem großen und wichtigen Thema für mich geworden sind, sauge ich nahezu alles an Informationen auf, was ich diesbezüglich in die Finger bekomme.
Bei den vorliegenden Büchern handelt es sich um Ratgeber zu genau diesen Themen. Ich habe bis auf das vegane Kochbuch “La Veganista” von Nicole Just, dass mir beim Bummeln durch den Buchladen zufällig in die Hände fiel, alle Bücher beim Onlinehändler meines Vertrauens bestellt.
Zunächst jedoch ein paar Worte zu “La Veganista”. Die Berlinerin verrät in einem – wie ich finde – sehr anschaulich illustrierten Kochbuch Rezepte für Frühstück, Hauptgerichte, Snacks und Desserts. Teilweise finden sich sogar bebilderte Step by Step Anleitungen in dem Buch, die für Anfänger sicher sehr hilfreich sind. Was mir persönlich auch gut gefällt, ist, dass die Alternativprodukte zu Fleisch, Milch und Eiern (beispielsweise Seitan) teilweise selbst hergestellt werden können, wenn man nicht grad in der Hauptstadt lebt und entsprechende Fachgeschäfte vor der Haustür hat. Auch die anderen Grundzutaten sind nicht so exotisch, dass man sie nicht auch in einem herkömmlichen Supermarkt bekommen könnte.

Das nächste Buch trägt den Titel “Grün Essen” und wurde von Dr. med. Joachim Mutter geschrieben. Dr. Mutter war ursprünglich an der Universitätsklinik Freiburg tätig, wo er die Ausbildung zum Facharzt für Hygiene- und Umweltmedizin, mit Zusatzbezeichnungen für Naturheilverfahren und Akupunktur absolvierte. Darauf folgten weitere Ausbildungen in Mikronährstofftherapie bei Krebs und anderen Krankheiten, in Ernährungsmedizin, Regulationsdiagnostik, Neuraltherapie, Zellsymbiosetherapie, Phytotherapie, Sportmedizin, Naturheilverfahren und Akupunktur. Ein ziemlich fleißiger Mann also.
Die 157 Seiten setzen sich zusammen aus zwei Teilen. Im ersten Teil erklärt der Autor sehr ausführlich, warum Fehlernährung krank macht und setzt sich dabei auch mit der Geschichte der Ernährung, sowie alten und aktuellen Ernährungsmythen auseinander. Im zweiten Teil geht es dann konkret darum, was man essen sollte und warum. Welche Lebensmittel sind gut und welche sollte man meiden.

Das letzte Buch nennt sich “Rohvolution”, aus der Feder von Chantal-Fleur Sandjon, einer Ernährungswissenschaftlerin. Worum es hier geht, lässt der Titel wohl erahnen: Rohkost. In diesem Buch wird nicht nur das Basiswissen zum Thema Rohkost vermittelt, sondern praktischerweise auch einiges an Rezeptempfehlungen mit auf den Weg gegeben.

Warum aber überhaupt Rohkost? Weil durch das Erhitzen von Lebensmitteln lebenswichtige Vitamine und Mineralstoffe “zerkocht” werden. Diese benötigt der Körper jedoch, da er sonst nach einigen Jahren der Fehlernährung aufgrund von Unterversorgung mit Krankheiten reagiert. Viel ausführlicher und wissenschaftlicher könnt ihr dies in den beiden letztgenannten Büchern nachlesen.

Eine Umstellung auf eine ausschließliche Ernährung mit Rohkost ist nicht leicht, obwohl es durchaus bereits Menschen gibt, die sich ausschließlich von Rohkost ernähren. Ich persönlich bin (noch) nicht soweit, dass ich meine komplette Ernährung auf Rohkost umstellen könnte. Ich esse zwar kein Fleisch und habe meinen Milchverzehr auf ein absolutes Minimum beschränkt, aber hin und wieder landen noch Fisch und Eier auf meinem Teller. Ich halte es aber für vernünftig, eine ausreichende Menge an Rohkost in den Speiseplan einzubauen und den Verzehr von tierischen Lebensmitteln auf ein Minimum zu reduzieren, wenn nicht sogar komplett auf tierische Produkte zu verzichten.

Der letzte Artikel im Bild ist ein Beutel Chiasamen. Viele von euch werden dieses Naturprodukt sicher kennen und für diejenigen die sie noch nicht kennen: Chiasamen sehen ein wenig aus wie Mohn und sind relativ Geschmacksneutral, dafür sind sie jedoch absolute Kraftpakete. Bereits die alten Maya haben das gewusst und die Samen als Grundnahrungs- und Heilmittel genutzt. Nicht ohne Grund werden sie daher auch heute noch als Power Food bezeichnet, da sie reich an Omega-3 und Omega-6 Fettsäuren, Eisen, Antioxidantien, Kalzium und Kalium sind.
Chia Samen können vielseitig verwendet werden. Aus den Samen lässt sich beispielsweise Pudding machen, man kann sie in Smoothies, für Salattoppings und in Dressings verwenden. Der einzige Nachteil besteht darin, das die Samen hierzulande sehr teuer sind. Für ein Kilo kann man schon mal 30€ oder mehr ausgeben. In Mexiko gibt es das Kilo wesentlich günstiger. Ich habe mal was von unter 5€ gelesen, aber wie regelmäßig kommt man schon nach Mexiko?
Wem der Chiasamen also zu teuer ist, kann auch auf ungeschrotete Leinsamen zurück greifen. Die gibt es im Supermarkt für kleines Geld.
In den kommenden Wochen werde ich aber erstmal meinen Neuankömmling ausprobieren und entsprechende Rezepte natürlich mit euch teilen.

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